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Nachruf Lidia Zentner


Am 8. November 2022 ist unsere langjährige 2. Vorsitzende im Leichtathletikkreis, Lidia Zentner, verstorben. Sie war zugleich Vorsitzende des über die Region hinaus bekannten Vereins Gazelle Pforzheim/Königsbach und im Deutschen Leichtathletikverband Athletensprecherin für die Masters. Als bis zuletzt aktive Leichtathletin war sie sowohl national als auch international eine Größe. So hat sie allein 56 Deutsche, 25 Europäische und 12 Weltmeistertitel auf unterschiedlichen Laufstrecken errungen. Bis heute steht hinter dem Weltrekord über 10 km Straße in der Klasse W60 ihr Name. In ihrem Verein aber auch im Leichtathletikkreis Pforzheim war sie unermüdlich und hat immer wieder junge Athletinnen und Athleten animiert, ein nachhaltiges Training aufzunehmen, aber auch motiviert, vor hochklassigen Wettkämpfen nicht zurückzustehen. Wir werden sie als Sportlerin und Trainerin aber vor allem als Mensch sehr vermissen.

Für den Leichtathletikkreis Pforzheim

Robert Geller, 1. Vorsitzender

Luisa Rupp wird Siebte bei den Deutschen Meisterschaften und verbessert drei Kreisrekorde


Den vorläufig wichtigsten Wettkampf ihres Lebens, machte Luisa Ruppvom SV Büchenbronn bei den Deutschen Meisterschaften in Ulm. Freitag abends, nach einer chaotischen Hinfahrt, die von Megastaus begleitet war, ging Luisa Rupp mit der geringsten Vorleitung in den Wettkampf. Bis dato standen im Dreisprung 11,60 m zu Buche, die sie bei ihrem BW – Titelgewinn gesprungen war. Erstes Ziel war, den Vorkampf zu überstehen und als eine der besten Acht noch einmal drei Sprünge zu haben. Ohne großes Lampenfieber sprang sie im Donaustadion zu Ulm, erstmals vom 11 Meter Balken. Also musste Luisa mindestens 11 Meter springen um im weichen Sand zu landen. Bereits im ersten Versuch sprang sie 11,83 Meter und war damit sicher im Endkampf. Im 4. Versuch landete Rupp dann den Paukenschlag und sprang ohne das Absprungbrett zu treffen 12,04 Meter. Nun lag sie nur 6 cm zurück auf den Silberrang. Leider konterte die Konkurrenz im 5. Versuch, so dass zum Schluss der sensationelle 7. Platz für die Jüngste im Feld in die Ergebnisliste einging. Luisa Rupp verbesserte nicht nur ihre eigenen Kreisrekorde Klassen U 18 und U 20 sondern hält nun auch den Kreisrekord der Frauen. Diesen Rekord hielt seit 19 Jahren Irina Herzog (LC 80 Pforzheim) mit 11,96 Meter.  

Mit Tim David Schröck von der TSG Niefern ging ein weiterer Vertreter des LA – Kreises Pforzheim an den Start. Seine Paradedisziplin sind die 400 m Hürden. In seinem Vorlauf wurde Schröck in sehr guten 54,69 Sek. Dritter und qualifizierte sich für das Finale der besten Acht. Bei seinem BW – Titelgewinn lag seine Bestzeit bei 56,30 Sek. In einem super schnellen Endlauf konnte Schröck leider nicht mithalten und belegte den 8 Platz.

Auch nicht glücklich kehrte Nina Schreiner vom SV Büchenbronn von den Deutschen Meisterschaften zurück. In ihrem Vorlauf über 100 m Hürden stand nicht nur die Konkurrenz im Weg. In guter Position liegend streifte Schreiner die vorletzte Hürde, strauchelte etwas und trat dann unabwendbar in die letzte Hürde. Die Zeit von 15,10 Sek. reichte nicht für das Weiterkommen in den Zwischenlauf, was im Bereich des Möglichen lag.

Luisa Rupp bei ihrem Kreisrekordsprung (Foto: P. Hess)

Nina Schreiner erreicht den 6. Platz bei Deutschen Mehrkampfmeisterschaften – 39 Jahre alter Kreisrekord geknackt


Die Deutschen Mehrkampfmeisterschaften fanden in diesem Jahr in Bernhausen, einem Stadtteil von Filderstadt statt. Die einzigste Teilnehmerin des Leichtathletikkreises Pforzheim, Nina Schreiner vom SV Büchenbronn hatte quasi ein Heimspiel und musste nicht übernachten. Am Samstag morgen sorgte Schreiner über die 100 m Hürden in 14,58 Sek. für einen Paukenschlag. Sie gewann ihren Zeitlauf deutlich und verbesserte ihre Bestzeit um 0,10 Sek. und lag plötzlich auf dem 3. Platz. Nach dem anschliessenden Hochsprung den sie mit sehr guten 1,62 m abschloss, war die Platzierung noch die gleiche. Unmittelbar nach dem Hochsprung öffnete der Himmel die Schleusen und es kam zu einer Wettkampfunterbrechung. Danach ging es mit Schreiners schwächster Disziplin dem Kugelstoßen weiter. Hier lieferte sie mit 9,85 m Bestleistung innerhalb eines Mehrkampfs ab, fiel aber auf Rang 5 zurück. Über 200 m, der letzten Disziplin des ersten Tages, blieb die Uhr bei 25,91 Sek, stehen. Ein solider Wert, der sie wieder auf Platz 4 brachte.

Der zweite Tag begann mit Weitsprung. Bereits im ersten Versuch sprang Schreiner mit 5,42 m bei 1,0 m  Gegenwind persönlichen Rekord. Spitzenspringerinnen hatten teilweise massive Probleme mit dem rutschigen Brett oder dem wechseldem Wind. Als vorletzter Wettbewerb stand Speerwurf auf dem Plan. Eigentlich Schreiners Spezialdisziplin, aber nicht an diesem Tag. Sie fand keinen idealen Winkel für den leichten Gegenwind und blieb der Speer am Ende bei 36,78 Meter stecken. Hier liess sie rund zwei Meter auf die Marschtabelle liegen, die Trainer Peter Hess vorher ausgetüfftelt hatte. Ziel war es den 39 Jahre alten Kreisrekord von Nicola Kröller damals LC 80 Pforzheim zu brechen. Jene Hochsprungspezialistin hatte 1983 in Radolfszell den Kreisrekord auf 4819 Punkte geschraubt. Um diesen Rekord zu brechen musste eine sehr gute 800 Meter Zeit her. In ihrem Lauf tummelten sich die ersten Zwölf der Gesamtwertung und es ging von an Anfang an zur Sache. Schreiner hielt sich bis 100 Meter vor dem Ziel im Mittelfeld auf, um dann auf der Zielgeraden nachezu zeitgleich mit der späteren Vierten, Fünften und siebten ins Ziel zu kommen. Am Schluss kam mit 2:32,32 Min. eine neue persönliche  Bestzeit heraus. Mit der Punktzahl von 4929 Punkten verbesserte Schreiner den alten Kreisrekord um 110 Punkte. Am Ende erreichte sie einen nicht möglich gehaltenen 6. Platz, nur 10 Punkte hinter dem 5. Platz. Die Krönung war dann, dass die Siegerehrung von dem Welt- und Europameister im Zehnkampf Niklas Kaul vorgenommen wurde.

Nina Schreiner in Führung liegend über 100 m Hürden
Niklas Kaul und Nina Schreiner
Siegerehrung – Nina Schreiner 3. von links (Fotos: P. Hess)

Pforzheimer Leichtathleten beim Kreisvergleichskampf


Eingebettet in die Württembergischen Regiomeisterschaften, war der Kreisvergleichskampf der Altersklasse U 12. Die teilnehmenden Kreise waren Böblingen 1, Böblingen 2, Calw und Pforzheim. Für den Kreis Pforzheim traten ausschließlich Athleten vom SV Büchenbronn an. Hier war der 11-jährige Ian Ochs der eifrigste Punktesammler. Er gewann souverän den Hochsprung mit 1,20 m. Über 800 Meter kam Ochs als Zweiter ins Ziel, mit der für einen 11 jährigen tollen Zeit von 2:52,69 Min. Ebenfalls Zweiter wurde Luis Bischoff im sogenannten Kugelstoßen. Bischoff stiess den 1 KG schweren Medizinball 10,30 Meter weit. Den 3. Platz belegte über 50 Meter Omar Subasic in 8,20 Sek. Ausserdem waren noch 50 m Hürden im Programm. Eine Disziplin, die für die Pforzheim Athleten kaum zu trainieren waren, weil die Hallen alle zu kurz sind. In der abschliessenden 6×50 Meter Staffel liefen Robbie Hofmann- Luis Bischoff-Noel Schmidtke-Finn Ogrodnik und Ian Ochs mit guten Wechseln ins Ziel.

Peter Hess (SV Büchenbronn) mit der Mannschaft des Kreises Pforzheim
Bild: privat

Büchenbronner holen drei Silbermedaillen bei Bad. Meisterschaft


In Mannheim fanden die Badischen Hallenmeisterschaften der Jugend U 18 und U 20 statt. Aus dem Leichtathletikkreis Pforzheim waren nur Büchenbronner Athleten qualifiziert. Ein Drama spielte sich bei der ersten Disziplin des Tages ab. Favoritin Nina Schreiner (U 20) siegte deutlich vor der Karlruherin Anna Zittel. Kurz nach dem Lauf stellten die Kampfrichter fest, dass die erste Hürde 50 cm zu weit weg gestellt war. So musste der Lauf wiederholt werden. Zwar verbesserte Schreiner ihre Zeit auf 9,01 Sek. Anna Zittel (LG Region Karlsruhe) jedoch siegte in 9,00 Sek.

Im Dreisprung wurden die Altersklassen zusammengelegt, aber getrennt gewertet. Hier holte Nina Schreiner völlig unerwartet die Silbermedaille. Mit einer gehörigen Portion Wut im Bauch sprang sie 11,42 Meter und verbesserte ihre Bestleistung um 43 cm. Luisa Rupp ( U18) ebenfalls SV Büchenbronn knackte mit ihrer neuen persönlichen Bestleistung von 11,55 Meter die Norm für die Deutschen Meisterschaften im Juli. Rupp verbesserte sich um 28 cm und lag damit um 4 cm besser als der Kreisrekord der höheren U 20 Klasse, der seit 2004 von Sophie Winterhalter (LC 80) gehalten wird. Der neue Bestwert reichte jedoch nur zum 2. Platz. Es siegte Eva Gröne von SG Walldorf Astoria mit 11,68 Meter.

Über 400 Meter ging Nelly Heinz ( U18)  SV Büchenbronn erst zum zweiten Mal über diese Strecke an den Start. Im absolut schnellsten Lauf verbesserte sich Heinz auf 63,48 Sek, und war damit 0,61 Sek. schneller als bei den BW- Meisterschaften in Sindelfingen. Der Lohn war ein unerwarteter 4. Platz unter 11 angetretenen Läuferinnen. Der dritte Start sollte für Nina Schreiner der 200 Meter Lauf sein. Als eine von zwei Favoritinnen standen die Chancen nicht schlecht. Unmittelbar vor dem Start zog sie sich eine extrem schmerzhafte Muskelverletzung zu und musste passen. Nur mit der elft besten Vorleistung war Luisa Rupp zu ihrer zweiten Disziplin des Tages, dem Weitsprung angereisst. Eigentlich war sie noch nicht einmal qualifiziert, das Feld wurde aber auf 12 Teilnehmer aufgefüllt. Bereits im ersten Versuch sprang Rupp mit 5,25 Meter neue persönliche Bestleistung und verbesserte sich um 22 cm. Alle gültigen Sprünge waren besser als die alte Bestleistung, der Lohn war ein nie erhoffte 4. Platz. Die Hallensaison ist damit abgeschlossen, so dass das Hauptaugenmerk auf die Mitte April beginnende Freiluftsaison liegt.

Nelly Heinz beim 400-Meter-Lauf
Bild: privat

Nina Schreiner überzeugt bei Deutschen Meisterschaften


Erstmals trat die Siebenkämpferin Nina Schreiner bei einer Deutschen Einzelmeisterschaft als einigste des Kreises Pforzheim an. Bei ihrem Baden-Württenbergischen Vize-Titel, hatte sie mit 8,94 Sek. über 60 Meter Hürden,locker die Qualifikation für die Deutschen Meisterschaften in Sindelfingen geknackt. Auf Grund der Wetterlage und den Hallengegebenheiten, war ein Hürdentraining nur unter schwierigsten Bedingungen möglich. Athleten aus Karlsuhe, Mannheim, Sindelfingen oder Stuttgart haben hier paradiesche Möglichkeiten. Insgesamt 37 Athleten aus ganz Deutschland hatten gemeldet. Die Vorläufe wurden gestrichen, so dass sofort die Halbfinals gelaufen wurden. Gleich im 1. Lauf musste Nina Schreiner ran. Wie sich später, nach allen Läufen rausstellte, war das der schnellste Lauf. Schreiner verbesserte Ihre Bestzeit auf 8,91 Sek. und belegte bei den Spezialistinnen den 21. Platz. Weil in allen bisherigen Hallenläufen sie erst nach der 3. Hürde in Fahrt kam, lässt das auf bessere 100 Meter Zeiten im Freien hoffen. Bereits am nächsten Samstag stehen die Badischen Meisterschaften in Mannheim an. Hier wird Schreiner zusätzlich über 200 Meter und im Dreisprung an den Start gehen. Auch die beiden U 18 Athletinnen, Luisa Rupp im Dreisprung und Weitsprung, sowie Nelly Heinz über 400 Meter werden sich der Konkurrenz stellen.

Nina Schreiner (Vordergrund) beim Hürdenlauf
Bild: privat

Sensationsieg durch Luisa Rupp bei Hallen BW – Nina Schreiner holt zwei Silbermedaillen


Im Sindelfinger Glaspalast, fanden an zwei Tagen die Baden-Württembergischen Hallenmeisterschaften der Klassen U 18 und U 20 statt. Aus dem Leichtathletikkreis Pforzheim hatte nur der SV Büchenbronn gemeldet. Einen völlig unerwarteten Sieg im Dreisprung, landete die erst im Dezember 15 Jahre alt gewordene Luisa Rupp vom SV Büchenbronn. Jene war mit der fünftbesten Leistung ( 10,64 m) aller Teilnehmerinnen angereist. Bereits im 3. Versuch deutete sich an, als sie mit der Führenden mit 11,15m gleichzog, dass auch noch mehr drin ist. Völlig unbekümmert steigerte sich Rupp im 5. Versuch auf 11,27 m. Ein Schock für Ogechi Nathan von der LAZ Ludwigsburg, die im 6. Versuch weit darunter blieb. Ganz im vorüber gehen verbesserte Rupp den zwei jahre alten U 18 Kreisrekord ihrer Vereinskameradin Nina Schreiner um 32 cm.  

Zwei Sahnetage erwischte auch die Siebenkampfspezialistin Nina Schreiner. Am Samstag stellte sie sich der Elite der Sprinterinnen. Über 60 Meter kam sie im Vorlauf in 8,09 Sek. als Vierte ins Ziel und qualifizierte sich für den Endlauf. Durch einen nicht optimalen Start beendete sie den Endlauf als Siebte in 8,12 Sek. Am Sonntag stand bereits um 10 Uhr früh der Vorlauf über 60 Meter Hürden an, eine der besten Disziplinen von Schreiner. Auch hier beendete sie den Vorlauf als Vierte in 9,07 Sek. Der Endlauf entwickelte sich zu einem hochspannenden Rennen. Wieder hatte Schreiner einen schwächeren Start, holte aber Hürde für Hürde auf die führende Johanna Haas vom SSV Ulm auf. An der letzten Hürde hatte Haas noch einen halben Meter Vorsprung, den Sie ins Ziel rettete. Mit neuer Bestzeit von 7,94 Sek. lag Schreiner nur 0,07 Sek. hinter Haas belegte sie den 2. Platz.

Nach drei Stunden Wartezeit ging Nina Schreiner im letzten von fünf Zeitläufen über 200 Meter an den Start. Insgesamt 20 Starterinnen bewarben sich um den Titel. Schreiner die auf Bahn 2 startete lief schnell an, um im Scheitelpunkt der zweiten Kurve die vor ihr liegende Läuferin vorbei zu sprinten. Hinter der Deutschen Spitzenläuferin Helen Baumgarten von Yburg Steinbach kam Nina Schreiner in neuer Hallenbestzeit von 25,95 Sek. ins Ziel und sicherte sich eine nicht erwartete 2. Silbermedaille. Mit Nelly Heinz wächst in Büchenbronn das nächste Talent heran. Weil Heinz für ihre Spezialdisziplin die 800 Meter keine Qualifikation hatte, meldete Trainer Peter Hess sie über 400 Meter, jene Strecke die als Schreckensdisziplin gilt. Weil diese Strecke in der Halle schwierig zu trainieren ist, musste auch bei niedrigen Temperaturen im Freien trainiert werden. Heinz kam in ihrem Zeitlauf als Dritte ins Ziel und das in 64,07 Sek. Eine Zeit die vom Trainer nicht erwartet wurde.

Peter Hess mit Luisa Rupp (Mitte) und Nina Schreiner
Bild: privat

Zwei Titel für den Leichtathletik-Kreis – Nina Schreiner und Letizia Valles Kienzle bei den badischen Leichtathletik-Meisterschaften siegreich


Schutterwald. Zweimal Gold, einmal Silber und einmal Bronze, das ist die Bilanz für den Kreis Pforzheim bei den badischen Leichtathletik-Meisterschaften, die am Samstag beim LFV Schutterwald ausgetragen wurden. Rund 400 Teilnehmerinnen und Teilnehmer waren im traditionsreichen Waldstadion am Start, als es um die Titel bei den Aktiven sowie den Altersklassen U 20 und U 18 ging.

Den Sieg in der Klasse U 18 im Hochsprung holte sich Letizia Valles Kienzle mit im letzten Versuch übersprungenen 1,55 Metern. An ihrer persönlichen Bestleistung von 1,60 Metern scheiterte die Athletin von der TG Dietlingen dreimal. Rang zwei ging an Flavia Daniels von der LG Offenburg (1,50).

Einen kompletten Medaillensatz (Gold, Silber und Bronze) holte sich Mehrkampf-Talent Nina Schreiner vom SV Büchenbronn in der Altersklasse U 20. Den Sieg sicherte sich die 18-Jährige im Speerwerfen. Mit ihrer Siegerweite von 39,39 Metern lag sie am Ende fast zehn Meter vor der Zweitplatzierten, Michelle Winke von der MTG Mannheim (30,28 Meter). Rang zwei holte sich Nina Schreiner im Rennen über 100 Meter Hürden. Hier musste sie sich nach 15,02 Sekunden nur Simea Thanei (TV Wehr, 14,3) beugen. Bronze gab es für übersprungene 1,60 Meter im Hochsprung. Wegen einer leichten Zerrung im Oberschenkel verzichtete sie auf den geplanten Start über 200 Meter.

Nina Schreiner (links) und Letizia Valles Kienzle. Foto: Mildenberger

Bei den Männern landete Kevin Tepe (Gazelle Pforzheim/Königsbach über 800 Meter nach 1:58,56 Minuten auf Rang vier. Damit verpasste er seine persönliche Bestleistung, die er vor drei Wochen in Waiblingen aufgestellt hat, um zwei Sekunden. Im selben Rennen wurde Philipp Kern (TG Dietlingen) mit 2:01,38 Minuten Siebter.

800 Meter nahm auch Nele Haller (U18, TG Dietlingen) unter die Beine. Am Ende reichte es nach 2:26,40 Minuten für Rang fünf. Ebenfalls Fünfter wurde Axel Köninger (TV 34 Pforzheim) bei den Männern über 400 Meter in 53,56 Sekunden. Sieger war Malte Hinrichs (SG Walldorf, 50,66).

Pressewart

Bronze für Nina Schreiner – Leichtathletin des SV Büchenbronn qualifiziert sich souverän für DM im Siebenkampf


WEINGARTEN. „Total happy“ sind Leichtathletin Nina Schreiner und ihr Trainer Peter Hess von den baden-württembergischen  Meisterschaften im Mehrkampf zurückgekehrt. Bei dem Wettkampf in Weingarten bei Ravensburg belegte die 18-Jährige vom SV Büchenbronn im Siebenkampf Platz drei in ihrer neuen Altersklasse U20 und qualifizierte sich damit souverän für die deutschen Meisterschaften Mitte August in Wesel am Niederrhein. Am Ende hatte Nina Schreiner 4713 Punkte auf dem Konto und übertraf die Norm für die DM damit um 313 Punkte. Peter Hess sieht noch einiges an Potenzial bei seinem Schützling.

Der Sieg ging an Marie Sophie Streichsbier von der LG Region Karlsruhe mit 4920 Punkten. Silber holte sich Carolin Bender vom SSV Ulm (4910).

In ihrer neuen Altersklasse muss Nina Schreiner mit höheren Hürden und größerem Gewicht bei Kugel und Speer klarkommen. In der ersten Disziplin, den 100 Meter Hürden, sorgte das Büchenbronner Talent gleich für einen Paukenschlag. Mit 14,68 Sekunden unterbot sie ihre bisherige Bestzeit (15,03) und lief damit die zweitbeste Zeit des Tages. Diese Hürdenzeit würde sie sogar berechtigen, bei den deutschen U20-Meisterschaften in Rostock zu starten.

Mit 1,60 Metern konnte Nina Schreiner im Hochsprung Schadensbegrenzung betreiben. Die mit vier Kilogramm nun ein Kilo schwerere Kugel wuchtete sie auf 8,98 Meter und verlor damit nicht allzu viele Punkte, da hier auch die Konkurrenz mit Problemen zu kämpfen hatte. Zum Abschluss des ersten Tages stand der 200-Meter-Lauf an, der den 100-Meter-Lauf ablöst. Mit nicht erwarteten 25,73 Sekunden verbesserte das Büchenbronner Talent seine Bestzeit um 0,93 Sekunden und erreichte damit die zweithöchste Punktzahl nach dem Hürdenlauf.

Zum Start in den zweiten Tag blieb Nina Schreiner im Weitsprung mit 5,11 Meter unter ihren Möglichkeiten. Dafür katapultierte sie sich in ihrer Schokoladendisziplin, dem Speerwurf, mit einem eigens für sie angeschafften Speer und einer Weite von 38,95 Meter im letzten Versuch auf Platz drei der Konkurrenz.

Im abschießenden 800-Meter-Rennen musste Nina Schreiner die Spitze früh ziehen lassen, verteidigte aber locker und ohne große Anstrengung ihren dritten Platz mit einer Zeit von 2:39,97.

von links: Carolin Bender, Marie Sophie Streichsbier und Nina Schreiner, Foto: privat
Nina Schreiner vorn vor der Gesamtsiegerin Marie Sophie Streichsbier, Foto: privat

Pressewart

Nina Schreiner stellt gleich zwei Kreisrekorde im Speerwurf auf


Bestmarken bei Frauen und U20 sind nun im Besitz des Talents vom SV Büchenbronn

ULM. Bei einem Testwettkampf für Athleten des Leichtathletik-Landeskaders Baden-Württemberg sorgte die Mehrkampf-Spezialistin Nina Schreiner vom SV Büchenbronn für einen Paukenschlag. Die 18-Jährige, die seit der neuen Saison in der Altersklasse U20 am Start ist, stellte gleich zwei neue Kreisrekorde im Speewurf auf.

Bei dem von Landestrainer Florian Bauder initiierten Wettbewerb im Ulmer Donaustadion demonstrierte Nina Schreiner, dass sie offenbar gut vorbereitet in die neue Saison geht. Dabei kommt ihr  zugute, dass sie dank einer Ausnahmegenehmigung der Stadt Pforzheim durchgehend trainieren konnte – trotz Corona. In Ulm durfte auch nur starten, wer zuvor einen negativen Coronatest vorweisen konnte.

Pünktlich zur ersten Disziplin, dem 100-Meter-Hürdenlauf, fing es an zu regnen.  Nina Schreiner lief zum ersten Mal über die Hürdenhöhe von 84,2 Zentimeter. In ihrer neuen Altersklasse U20 sind die Hürden acht Zentimeter höher als zuvor, identisch mit denen bei den Frauen. Die 18-Jährige kam auf rutschigem Geläuf in 15,03 Sekunden gut durch den Hürdenwald.

Rekordverdächtig: Nina Schreiner beim Speerwurf

Obwohl Weitsprung im Trainingsplan der letzten sechs Monate keine große Rolle bei Nina Schreiner spielte, landete sie bei 5,18 Metern. Für ihren Trainer Peter Hess eine nicht erwartete Weite, liegt doch die Bestleistung seines Schützlinges bei 5,29 Meter. Den Vogel schoss Nina Schreiner dann im Speerwurf ab. Schon im Training zeichnete sich ab, dass das Büchenbronner Toptalent mit dem ab diesem Jahr schwereren Gerät bestens zurecht kommt. Der Speer wiegt in der Altersklasse U20 und bei den Frauen exakt 600 Gramm,  100 Gramm mehr als vorher. Der U20-Kreisrekord stand seit 37 Jahren bei 36,40 Metern, gehalten von Jeanette Heimburger von der TGS 1895 Pforzheim. Nach zwei schwachen Versuchen, bei wechselnden Winden jagte Nina Schreiner den dritten Versuch auf 40,14 Meter. Damit verbesserte sie auch den Kreisrekord der Frauen, der seit 1989  von Anke Pfründer vom Sportclub Pforzheim mit 39,76 Meter gehalten worden war. Nun hoffen Trainer Peter Hess und sein Schützling, dass die bisher terminierten Meisterschaften stattfinden können. Saisonhöhepunkt sollen die deutschen Mehrkampf-Meisterschaften im August in Wesel sein.

Pressewart